Eine Sonnenschutzfolie, auch Wärmeschutzfolie oder Hitze- schutzfolie genannt verhindert das Aufheizen der Räume und bietet einen UV- Schutz von ca. 99 %. Vergleichbar sind diese Folien mit einem Spiegel. Die Sonnenstrahlen werden an der Sonnenschutzfolie reflektiert und somit wird das Eindringen der Wärme in den Raum verhindert. Diese Hochleistungsfolien sind hauchdünn, extrem witterungsbeständig und mit einer entsprechenden Metallschicht versehen, welche die Reflektion erzielt. Es gibt sie in verschiedenen Farben.
Die Montagevarianten
Bei dem Wunsch nach einer Sonnenschutzfolie sollte am Anfang die Frage nach der Montagevariante stehen. Wir bieten Sonnenschutzfolien für die INNEN- Montage, als auch für die AUSSEN- Montage an. Maßgeblich für die Entscheidung ist die Ausführung der Verglasung, welche mit einer Sonnenschutzfolie versehen werden soll.
Aussenmontage
Die Montage der Folie auf der Außenseite des Fensters oder der Türe ist grundsätzlich immer möglich. Sie ist ein wenig wirkungsvoller als die Innenmontage, da die auftreffende Wärmestrahlung der Sonne bereits vor dem Glas reflektiert wird. Diese Montage ist im Normalfall nur geringfügig schwieriger als die Innenmontage, da hier bei der Montage die Witterungseinflüsse etwas stören könnten.
Innenmontage
Soll die Sonnenschutzfolie auf der Innenseite aufgebracht werden, gilt es verschiedene Komponenten zu berücksichtigen. Bei einer Einfachverglasung ist die Montage INNEN problemlos möglich. Bei Doppelverglasungen und Dreifachverglasungen, getönten Verglasungen oder Schallschutzverglasungen wird das schon schwieriger, zumal es diese Verglasungen dann noch mit unterschiedlichen Wärmedurchgangskoeffizienten (K-Wert) gibt. Eine eindeutige Empfehlung lässt sich daher nicht formulieren. Unseren Erfahrungen entsprechend können Standartisoliergläser ohne Bedampfung mit einem K-Wert größer oder gleich 3.0 mit einer Sonnenschutzfolie auf der Innenseite versehen werden. Diese Verglasungen wurden in Deutschland bis ca. 1990 eingebaut.
Vielleicht noch ein Satz zu dem Risiko der Innenmontage von Sonnenschutzfolien. Da bei dieser Montageart die Sonnenstrahlen erst durch alle Gläser durchdringen müssen, um dann an der Folie reflektiert zu werden, kann sich der meist gasgefüllte Zwischenraum der Scheiben so stark erwärmen, dass es zu Glasbruch führen kann.
Um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, haben wir bei allen Sonnenschutzfolien eine Empfehlung des Herstellers über die möglichen Montagevarianten angegeben.
Farbdesign der Folie
Nachdem nun geklärt ist, ob die Sonnenschutzfolie INNEN oder AUSSEN aufgebracht werden soll, stellt sich die Frage nach der „Farbe“ der Folie. Die Palette reicht hier von nahezu transparent bis dunkel, wobei „dunkel“ nicht mit der Nacht zu verwechseln ist. Unsere Sonnenschutzfolien mit der Bezeichnung „dunkel“ verringern die Helligkeit um „gefühlte“ 10 %. Grundsätzlich gilt, je dunkler die Folie, desto besser die Reflektion der Sonnenstrahlung, was gleichbedeutend mit einer niedrigeren Raumtemperatur ist. Wir geben bei unseren Sonnenschutzfolien gleich am Anfang der jeweiligen Beschreibung an, wie hoch die Zurückweisung der Gesamtsonnenenergie (reduzierte Strahlung am Glas) ist. Je höher dieser Wert ist, desto weniger Wärme kommt in den Raum. So liegt z. B. die nahezu transparente Sonnenschutz- folie (Art.-Nr. 111000) bei „nur“ 52 % und die Sonnenschutzfolie silber dunkel (Art.-Nr. 112030) bei 85 %. Dieser Unterschied ist dann in der Praxis auch wirklich fühlbar. Reine Geschmacksache ist , ob Sie nun eine silberne, bronzene, blaue oder grüne Sonnenschutzfolie bevorzugen. In der Praxis empfehlen wir die silbernen Sonnenschutzfolien, da diese das Raumlicht nicht verfälschen. Auch die bronzefarbenen Folien verhalten sich noch recht Farbneutral, wobei dann bei blauen oder grünen Sonnenschutzfolien die Inneneinrichtung schon ein weinig blau- oder grünstichig aussieht. Neu am Markt sind jetzt auch rote, gelbe und pinkfarbene Sonnenschutzfolien. Diese bieten wir derzeit noch nicht an. Bei Interesse können wir Ihnen aber auch diese Farbvarianten liefern.